Textgrafik: Projekt 'Religionspluralismus im Kanton Luzern'

Religionen

Chalice Kreis

Der Engländer Reshad Feild (geb. 1934) gründete die Schule auf Basis der Essenz der Sufi Lehren (die mystische Tradition im Islam). Feild hatte sich zuerst spirituellen Lehrern wie G. I Gurdjieff und P. D. Ouspensky zugewandt. In den 1960er Jahren begegnete er seinem Lehrer, Bulent Rauf, der ihn in die Lehre und Praxis der Derwische (Angehörige eines Sufi-Ordens) einführte. Die Basis der Lehren bildet der Atem. Ohne bewusst zu atmen ist es unmöglich zu realisieren, dass Atem und Geist eins sind. Seit den 1970er Jahren unterrichtete Reshad Feild in Amerika und Europa. Obwohl mit den Lehren grosser Sufi-Mystiker wie Mevlana Jalaluddin Rumi (1207-1273) und Muhyiddin Ibn Arabi (1165-1240) gearbeitet wird, zählt der Chalice Kreis sich nicht zum Islam. In Luzern gibt es seit den 90er Jahren eine Gruppe. 10 Personen treffen sich jeden Donnerstag privat. Nach Gebeten wird ein Vortrag von Reshad Feild auf Video angesehen, oder ein Text studiert. An den Treffen atmen, beten, studieren und lobpreisen die Teilnehmer gemeinsam. Ausserdem üben die Chalice-Schüler den Drehtanz, der zu einer ekstatischen Gotteserfahrung führen soll.

Bild: Reshad Feild

Reshad Feild, Begründer der Chalice-Bewegung

Bild: Mitglieder beim Sema

Mitglieder der Luzerner Gruppe beim Erlernen des Drehtanzes (Sema), der dem Sufismus entstammt.

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Letzte Aktualisierung: 22.12.2008