
Eine Jeschiwa ist eine religiöse Ausbildungsstätte, die junge jüdische Männer zum Studium der Thora (Fünf Bücher Mose, Propheten und Schriften) und des Talmud (Thora-Interpretation) anleitet. Die Schweizerische Talmudhochschule wurde 1952 zuerst in Lugano gegründet. 1954 erfolgte der Umzug nach Luzern auf den Bramberg, 1968 konnte ein grosser Neubau in Kriens-Obernau bezogen werden. In der Internatsschule leben, gemeinsam mit dem Lehrkörper, etwa 120 männliche Jugendliche im Alter von 14-19 Jahren für jeweils zwei bis drei Jahre. Unterrichtet werden Thora, Talmud, Religionsvorschriften, Recht und Ethik.
Die Jeschiwa ist die Vorstufe zur Rabbinerausbildung. Die Schüler können danach eine der Jeschiwot in Israel, England oder den USA absolvieren. Heute ist die Jeschiwa in Kriens die einzige orthodoxe Ausbildungsstätte in der Schweiz. Die Situation ist angesichts finanzieller Engpässe schwierig, überdies wandern vermehrt junge Juden nach Israel ab. Die Jeschiwa ist aus Angst vor Antisemitismus sehr öffentlichkeitsscheu.

Der Thoraschrein in der Schweizerischen Talmud-Hochschule
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