
1288 finden sich erste Hinweise auf Juden in Luzern. In den folgenden Jahrhunderten wurden sie immer wieder in ihren Rechten eingeschränkt und vertrieben. 1866 durften sich jüdische Familien im Bruchquartier ansiedeln. Sie gründeten den "Israelitischen Kultusverein", die heutige "Jüdische Gemeinde Luzern". 1912 konnte die Synagoge erbaut werden. In der Mitte steht die Empore, von der aus während des Gottesdienstes aus der Thora gelesen wird. An der östlichen Wand befindet sich der Schrank, in dem die Thorarollen aufbewahrt werden. Für die Frauen besteht eine Galerie, von der aus sie den Gottesdienst verfolgen. 1933 wurde die Synagoge verwüstet.
Erster dauerhafter Rabbiner war Samuel Brom. Ihm folgten Benjamin Pels, Israel Mantel und Hugo Benjamin. Heute umfasst die orthodox ausgerichtete Gemeinde 80 Haushalte mit etwa 150 Personen. Alle Institutionen der Gemeinde sollen gemäss den Bestimmungen des jüdischen Religionsgesetzes und im Sinne der Tradition geführt werden. In Luzern gibt es eine koschere Lebensmittelhandlung, ein Gemeindehaus, eine Mikwa (rituelles Tauchbad), einen eigenen Friedhof und eine jüdische Primarschule. Gottesdienste finden täglich morgens und abends statt.

Der Innenraum der jüdischen Synagoge in der Bruchstrasse. An der hinteren Wand grün verhüllt der Thoraschrein.
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