
Bosnische Muslime gründeten 1991 den Luzerner Dzemat, islamische Gemeinschaft. Viele der Muslime kamen als Flüchtlinge während des Krieges in Ex-Jugoslawien. Bis 1994 trafen sich die Bosnier in einem Lagerhaus an der Fluhmühle in Reussbühl, danach mieteten sie ein Ladenlokal in Kriens. Ende 2000 konnten sie das ehemalige Kinogebäude in Emmenbrücke kaufen, welches sie im Inneren zu einer repräsentativen Moschee ausbauten. Der grosse Gebetssaal mit der nach Mekka ausgerichteten Gebetsnische ist mit prachtvollen Mosaiken verkleidet und einem grossen Leuchter ausgestattet. Im Obergeschoss befindet sich eine grosse Galerie für Frauen, von der aus sie die Gebete und Predigten verfolgen. Ein weiterer Saal ist zur Bibliothek ausgebaut. Zwei Aufenthaltsräume, ein Bistro, Jugendräume, ein Gästezimmer, Büro und Räume für die Waschungen vor dem Gebet stehen zur Verfügung.
Für die religiösen Dienste ist ein ständig anwesender bosnischer Imam verantwortlich. Der Verein umfasst ca. 420 Mitglieder mit ihren Familien. Im Fastenmonat Ramadan kommen um die 600 Personen zum Gebet. Der Verein ist Mitglied der VIOKL und des Dachverbandes bosnischer Moscheen in der Schweiz.
Am 20. Juni 2009 konnte unter grosser Beteiligung das seit acht Jahren im Umbau befindliche Gebäude an der Emmenweidstrasse 4 feierlich als neues bosnisch-islamisches Kulturzentrum eröffnet werden. Hierbei waren rund 3'000 Gläubige anwesend, unter ihnen auch viele religiöse Persönlichkeiten der bosnischen Muslime sowie Repräsentaten Emmenbrücks.

Der Waschraum in dem die Gläubigen vor dem Gebet die rituellen Waschungen durchführen.

Die Frauengalerie in der Moschee. Frauen beten getrennt von den Männern, in der Regel auf einer Galerie. Das gemeinschaftliche Freitagsgebet wird für die Frauen oft nicht als verpflichtend angesehen.

Die Kuppel mit einer Kalligrafie.

Die Gebetsnische (mihrab) und die Kanzel (minbar). Im Unterschied zu vielen kleineren Moscheen ist der Gebetsraum der bosnischen Muslime in Luzern sehr kunstvoll ausgestaltet.

Männer im Aufenthaltsraum. Das Bild veranschaulicht, dass Moscheen immer auch soziale Zentren sind, in denen sich Muslime auch außerhalb der Gebetszeiten und Feste treffen.
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Letzte Aktualisierung: 22.10.2010