
Diese Moschee war der erste Versammlungsort von Muslimen im Kanton Luzern und wurde 1976 in einer Privatwohnung eingerichtet. Kamen anfangs Muslime verschiedener sprachlicher und nationaler Herkunft hierher, so gründeten die verschiedenen Gruppen je nach Sprache und Nationalität in den 1990er Jahre eigene Vereine und wanderten ab. Heute kommen vor allem türkische Muslime, aber auch Muslime arabischer, afrikanischer oder pakistanischer Herkunft. Sie gehören der sunnitischen Tradition an. Ein Imam ist tagsüber anwesend, um die Predigt zu halten, Koran- und Religionsunterricht zu erteilen und Beratung zu geben. Die Föderation kommt für die Kosten des Imams auf.
In der Moschee sind ein Gebetsraum, ein Frauenraum, eine Küche, ein Badezimmer und ein Verkaufsraum (wo geschächtetes Fleisch angeboten wird) zu finden. Zum Freitagsgebet kommen ca. 60 Muslime. Die Feiertage werden in der Moschee gefeiert. Die hiesige Föderation zählt derzeit 85 Mitglieder mit ihren Familien. Sie ist Teil der "Föderation Islamischer Vereine in der Schweiz", ein Zusammenschluss von fünf türkischen Vereinen.

Das Haus der Gemeinschaft in Reussbühl. Wie viele andere Moscheehäuser auch ist es von außen sehr unscheinbar. Nur ein kleines Schild verweist auf seine Funktion.

Der in hellgrün gehaltene Gebetsraum. Die Gebetsnische (mihrag) gibt zugleich die Gebetsrichtung (qibla) an. Rechts daneben die Kanzel (minbar).

Gebetsketten, die für individuelle Gebete genutzt werden.

Der Aufenthaltsraum für Frauen. An der Wand hängen Bilder von der großen Moschee in Mekka, in der sich die Kaaba befindet.
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